Berlin – gestern und heute

 

Unter diesem Titel fand vom 19. bis 23. April 2004 die traditionelle Studienfahrt der Klasse 6 N nach Berlin statt. Daran beteiligt waren aber auch eine Schülergruppe des Christian-Weise-Gymnasiums in Zittau ( Deutschland), Schülerinnen des Sportgymnasiums Jablonec sowie eine Gruppe des Gymnasiums in Luban (Polen). Die Programmgestaltung sowie die Betreuung vor Ort lag in den Händen der Friedrich-Naumann-Stiftung.

Unmittelbar vor der EU-Osterweiterung am 1. Mai 2004 hatte dieses Seminar für die deutschen, tschechischen und polnischen Teilnehmer eine ganz besondere Bedeutung. Nicht nur die unmittelbaren persönlichen Kontakte, Gespräche und gemeinsame Unternehmungen, sondern auch die Diskussionsrunden mit EU-Spezialisten im deutschen Bundestag oder in der Botschaft der Tschechischen Republik sollten so einen wichtigen Beitrag für das Zusammenwachsen Europas leisten. Das Interesse der Schülerinnen und Schüler konzentrierte sich dabei zumeist auf ganz praktische Folgen und Veränderungen des bevorstehenden EU-Beitritts der jeweiligen Nachbarländer. Ob es nun die Arbeits- und Studienmöglichkeiten, Grenzkontrollen, Preisentwicklungen, Kriminalität oder Aufenthaltsgenehmigungen betraf , das Spektrum der Gesprächsthemen war groß, die Zeit oft zu kurz und längst nicht alle Fragen konnten zur Zufriedenheit beantwortet werden.

Aber nicht nur die EU-Osterweiterung sollte im Mittelpunkt dieses einwöchigen Besuches in der Bundeshauptstadt stehen, sondern auch die Geschichte und die Besonderheiten Berlins selbst. Unter der sachkundigen Führung unseres Seminarleiters, Herrn Brockjahn, konnten die Teilnehmer vielfältige Aspekte der in der Zeit des Kalten Krieges geteilten Stadt besonders anschaulich nacherleben. So konnten, anknüpfend an die im Geschichtsunterricht vermittelten historischen Ereignisse zur jüngeren deutschen Geschichte, markante Orte der deutschen Teilung persönlich in Augenschein genommen werden. Die ehemalige Stalin-Allee, das Brandenburger Tor, die Reste der Berliner Mauer oder das Reichstagsgebäude illustrierten auf diese Weise nachträglich so manche Unterrichtsthemen, Klausurfragen oder gehaltene Referate in der Abiturstufe.

Besonders bewegend für alle war der Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen bei Oranienburg. Für viele war es der erste Besuch, die Betroffenheit war spürbar, lange Erklärungen nicht nötig.

Eine Besichtigung des Jüdischen Museums in Berlin, der Rundgang durch den Garten von Schloss Sanssouci und der Besuch der Staatsoper unter den Linden waren weitere Höhepunkte des Programms.

Insgesamt eine eindrucksvolle Studienfahrt für die 40 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Polen und Tschechien, die sich auf diesem Wege bei der Friedrich-Naumann-Stiftung herzlich bedanken möchten.

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Uwe Mielke

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